„Yoga und die Evolution des Bewusstseins“ von Carl Friedrich von Weizsäcker

Yoga und die Evolution des Bewusstseins

Carl Friedrich von Weizsäcker

Gebunden

€ 15,95 inkl. MwSt.
Das Werk ist eine Neuauflage eines Dialogs von 1971 zwischen dem angesehenen Wissenschaftler Carl F. v. Weizsäcker und dem Inder Gobi Krishna. Die Botschaft hat mehr denn je Gültigkeit: Wie können Wissenschaft und Religion einander wieder näher gebracht werden? Durch gegenseitigen Respekt und durch die Untersuchung spiritueller Phänomene. Gobi Krishna erlebte nach langer meditativer Praxis, ohne geistige Führung, ein plötzliches Aufsteigen seiner Kundalini. Das veränderte sein Leben, sein Bewusstsein – und seinen Körper. Heute arbeiten bereits Gehirnforscher mit buddhistischen Mönchen zusammen, aber die Vision Krishnas geht einen Schritt weiter: Er sieht in diesen punktuellen Erlebnissen Einzelner, die in vielen religiösen Schriften beschreiben werden, den Beginn einer Evolution aller Menschen. Sein Vorschlag: Eine Gruppe ausgewählter „Intellektueller“ möge sich gemeinsam so lange auf die Kundalini einstellen, bis sich bei einem von ihnen solch ein Aufstieg zeigte – biologisch könne man dann klar signifikante Veränderungen messen.

Im ersten Teil beschreibt Weizsäcker seine Begegnung mit Krishna, den er sofort als authentisch erkennt. Er untersucht seine Thesen aus biologischer, psychologischer und philosophischer Sicht. Trotz kluger Betrachtungen und seines weiten Horizonts – er galt als Kenner fernöstlicher Denkweisen und Verfechter ethischer Werte gerade in der Wissenschaft – spürt man die großen Unterschiede im Denken. Gobi Krishna dagegen spricht aus seinem praktischen Wissen heraus, manchmal etwas pauschalisierend, aber mit großer Vision. Man solle doch nur einmal die Lebensgeschichte der großen Religionsführer betrachten, und schon würde man erkennen, dass ein einfacher, naturverbundener Lebensstil am sinnvollsten wäre: „Wenn wir die offensichtliche Wahrheit immer noch nicht erfasst haben, dass die Freude am Leben und unser geistiges Glück aus der inneren Quelle unseres Seins strömen – und nicht aus unseren materiellen Besitztümern -, dann fehlt uns das wirkliche Verständnis unserer eigenen Natur.“

Viele spannende und wertvolle Anregungen für einen Dialog von West und Ost, Wissenschaft und Spiritualität, der erst zu begonnen haben scheint.

Rezension von Thomas Schmelzer

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