Der trügerische Schein der Erleuchtung

von U. G. Krishnamurti

Die radikalen Ideen eines radikalen Menschen

Das, was U.G. sagt, ist Dir so nah, dass Du es nicht verstehen kannst!
U.G.: Soweit Erfahrungen reichen, besteht für mich zwischen einer religiösen, einer sexuellen oder sonst einer Erfahrung kein Unterschied. Die religiöse Erfahrung ist wie jede andere. Ich bin nicht daran interessiert, Brahman, die Realität oder die Wahrheit zu erfahren …
Derjenige, der das anschaut, was Sie „Ich“ nennen, ist das „Ich“. Es erschafft eine illusorische Teilung von sich selbst in Subjekt und Objekt, und durch diese Trennung wird es aufrechterhalten …
Die Trennung zwischen Verstand und Körper muss aufhören. Tatsächlich gibt es keine Trennung. Ich habe nichts gegen das Wort „Verstand“, aber er befindet sich in keinem bestimmten Bereich; jede Zelle Ihres Körpers hat einen eigenen Verstand, und seine arbeits- bzw. funktionsweise unterscheidet sich von der in anderen Zellen …
Sie können nicht ohne Illusionen sein; Sie ersetzen eine Illusion durch die nächste. Wenn die Illusionen verschwinden, verschwinden Sie …
An einer anderen Stelle zitiert ein Besucher Jesus: „Bevor Abraham war, bin ich.“ Maharaj antwortet: „Ah-h-h, das ist es! Das kenne ich.“Nisargadatta Maharaj ist als phänomenale Erscheinung und als Ausdruck nicht Anfang der 1970er Jahre, als „I am that“ („Ich bin“) publiziert wurde, stehen geblieben, auch wenn die Essenz seiner Lehre unveränderlich ist. Sein Kehlkopfkrebs zwang ihn Anfang der 1980er Jahre und somit kurz vor seinem Tod, noch deutlicher zu betonen, dass das Bewusstsein Ursache aller Erfahrungen ist und damit den Kern und Ausgangspunkt aller Illusionen bildet. Auch wenn das von Identifikationen befreite „reine Bewusstsein“ Quelle von sat-chit-ananda (Sein-Bewusstsein-Glückseligkeit) ist, liegt der wahre und ewige Frieden jenseits des Bewusstseins. Das erkennend, lässt es sich befreit in jeder Form und im wahrsten Sinne des Wortes – als jeder – leben.
Nisargadatta ließ in seinen beiden letzten Lebensjahren auch deshalb keine persönlichen Fragen mehr zu, weil er auf der tiefmöglichen Ebene erkannt und eingesehen hatte, dass es auf der Ebene der Person keine Erlösung, sondern nur kurzfristige Linderung geben kann. Er sagte: „Meine wahre Anwesenheit ist die Abwesenheit des Phänomens, das Sie sehen.“ Darauf weist der Titel dieses Buches unmissverständlich hin: „Bevor ich war, bin ich.“
Es ist ein Buch für die wenigen, die aufgehört haben, sich in die Form der Erlösung zu träumen. Nisargadatta pur.

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Verlag
Noumenon
Erscheinungsjahr
2011
Einbandart
Gebunden, 220 S., 22 cm
In dieser Reihe
Sprache
Deutsch
ISBN
9783941973077
KNV
29420324
Schlagwort
Erleuchtung

2 Kommentare

  1. Das Buch wirkt auf mich geradezu emotionslos und vewirrend. Es scheint einzig und allein dem Autor zu dienen, der zum westlichen Kulturerbe (oder anderen Kulturen) und dessen spirituellen Auffassung keinen Zugang besitzt. Vielmehr wirkt das Buch in seinem Inhalt auf mich beschränkend/eingrenzend, nicht wirklich geöffnet/offen oder dem allgemeinem Wohl zugewandt – also Welt freundlich. So hatte ich mit jeder weiteren Seite des Buches zunehmend ein unangenehmes Gefühl. Das Buch versucht Wissen zu suggerieren, an das bisher nur der Autor selbst zu glauben scheint. Auf diese Weise wurde es schlichtweg verfasst/geformt. Etwas anderes vermag ich zumindest dem Buch nicht zu entnehmen.

    Im Großen und Ganzen möchte der Autor ein Ergebnis zu transformieren, das durch sein vorherrschendes Ego Formen annimmt welche auf mich eigensinnig, womöglich sturr und mit anderen Daseins Berichtigungen nicht zu harmonieren scheint.

    Ich habe das Buch an den Verlag zurück geschickt.

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