"Das Heilwissen der Hildegard von Bingen" von Günther H. Heepen (Rezension)

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Rezension von Natascha Stevenson

Das Heilwissen der Hildegard von Bingen

Günther H. Heepen

Kartoniert

€ 24,99 inkl. MwSt.
Dieses schön illustrierte Buch umfasst das für die heutige Zeit praktikabelste und elementarste Heilgrundwissen der Hildegard von Bingen. Es liefert naturverbundenen und ernährungsbewussten Menschen das nötige Know-how für eine alternative und vielseitige Hausapotheke. Die wunderbare Mischung aus Informationen über Hildegards Lebenslauf und ihren Schriftwerken, Beschreibungen von Heilpflanzen und -kräutern, Heilsteinen und physiotherapeutischen Anwendungen, sowie Anleitungen zur Herstellung hausgemachter Naturheilmittel und Basislehren für eine gesunde Ernährung, machen dieses Sachbuch von Günther H. Heepen durchaus wertvoll! Einen Artikel von ihm über Hildegard finden Sie als Textauszug hier zum nachlesen!

Dem Leser werden darin die wichtigsten 12 Heilkräuter Hildegards übersichtlich und genau erläutert, darunter Ingwerwurzel, Gewürznelken, Wermut, Zimt und heutzutage weniger populäre Arten wie Galgant und Bertram. Es werden aber auch noch zahlreiche andere nützliche Gewürze und Kräuter behandelt, wie Dill, Anis, Thymian, Andorn, Curcuma, Krauseminze, Fenchelsamen, Muskatnuss, und und und … die man für heilsame Rezepturen und in leckeren Rezepten anwenden kann. Insgesamt enthält das Buch 22 schmackhafte und überraschende Rezepte, wie „Fenchel-Cremesuppe“, „Kichererbsen-Schnitten“, und „Dinkelspätzle“. Drei davon können Sie bald bei uns online und kostenlos nachlesen! Getränke wie Melissen- oder Fencheltee, sowie Curcuma-Ingwer-Kekse und Muskat-Zimt-Kekse machen das Anwenden von wirkungsvollen Zutaten alltagstauglich. Mit diesen Rezepten kann ein 5 Uhr Tee mit Gebäck zu einer wohltuenden Angelegenheit für Körper, Geist und Seele werden!

Zu besonders heilenden Gemüsesorten zählen nach Hildegard von Bingen unter anderem Fenchel, Möhren, Bohnen und Kichererbsen. Unter den Mehlsorten stellt sie vor allem den Dinkel als geeignetes Lebensmittel heraus. Der Autor gibt außerdem zwischendurch immer wieder nützliche Ratschläge! Er sagt zum Beispiel, dass man alle Gewürze, Kräuter, Gemüsearten und Obstsorten idealerweise bei zunehmendem Mond sammeln und ernten sollte, da sie zu dieser Zeit ihre volle Kraft und Wirkung entfalten.

Hildegard von Bingen - Copy
© 2015 Gräfe und Unzer Verlag

Vielleicht hat der ein oder andere schon Erfahrungen mit dem Auswählen von bestimmten Heilsteinen bei körperlichen oder psychischen Leiden gemacht. Falls nicht, bietet die überschaubare Auswahl von 21 Heilsteinen, mit Erläuterungen der jeweiligen Anwendungsgebiete, eine hilfreiche Einführung in dieses Wissensfeld. Wenn Sie sich mit Edelsteinketten, Handschmeichlern usw. bereits auskennen, ist dies eine schöne kleine Ergänzung aus der Sicht von Mystikerin und Klosterfrau Hildegard.

Für 60 unterschiedliche Beschwerden listet und beschreibt der Autor zahlreiche Rezepturen im Sinne der Visionärin, die mit ihrem altem Heilwissen und den heutigen Möglichkeiten vereinbar sind. Eine dieser Behandlungsanleitungen hat uns der Buchverlag exlusiv für Sie zur Verfügung gestellt (Frauenleiden). Dank eines Registerteils und der Einteilung in 12 Beschwerde-Kategorien, wird es dem Leser leicht gemacht, das entsprechende Leiden ausfindig zu machen. Aber auch von der anderen Seite her betrachtet ist Hildegrads Wissen anwendbar! Denn das Buch zeigt anhand von 40 Rezepturen zur Bereitung von Salben, Ölen, Pulvern, Elixieren und Weinen, welche heilsamen Wirkungen diese Mittel besitzen und wann man sie einnehmen oder auftragen sollte. Um nur ein paar zu nennen: Olivensalbe, Rebenasche-Zahnwein, Ingwer Magenpulver, Galgant-Honig, Brennesselöl und Wermut-Eisenkraut Wein. Allein der Klang dieser Heilmittel strahlt eine gewisse Naturreinheit aus!

Es ist ein hübsch aufgemachtes Sachbuch, an dem man lange Freude haben kann, selbst wenn man nicht alle Ratschläge daraus befolgen wird. Wie ein Handbuch können Sie es aufschlagen, um nach der richtigen Heilweise zu recherchieren, wenn Sie ein Leiden plagt, oder als Vorrat Salben, Pulver und Kräutermischungen bereiten, die Sie zu gegebener Zeit einsetzen. Der Autor macht deutlich, dass selbstverständlich am besten die Pflanzen aus dem eigenen Garten verwendet werden sollten, da bereits der private Anbau und die eigene Zubereitung zum Heilprozess gehören und positiven Einfluss nehmen. Natürlich gibt er aber auch genügend Hinweise über Bezugsquellen für Diejenigen, die dazu weder Zeit noch Möglichkeit haben.

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