„Das Mysterium der Raunächte“ von Nayoma de Haën (Rezension)

200

Rezension von Paula Klinger

Das Mysterium der Raunächte

Nayoma de Haen

Kartoniert

€ 7,99 inkl. MwSt.
Die Zeit um Heiligabend herum wird oft als „besinnlich“ beschrieben; ein Wort, das wir mit Behaglichkeit, warmen Wohnzimmern, Schneegestöber und den Weihnachtstagen im Kreise unserer Familie verbinden. Geht man allerdings tiefer, kann dahinter noch mehr stecken: die wirkliche Besinnung auf das eigene Ich, zu der uns die Besonderheit dieser Zeit einlädt.

Dafür ist Nayoma de Haëns Buch „Das Mysterium der Raunächte“ eine geeignete Lektüre. Die Raunächte beschreiben eben jene Tage vom 25. Dezember bis zum 6. Januar und haben in unserer Kultur eine lange Tradition, die auch heute noch im Brauchtum verankert ist. Man sagt, in dieser Zeit ist die Grenze dünner zwischen unserer materiellen Welt und jenen Welten, die wir nicht greifen können. Wir sind aber fähig, die Verbindung zwischen ihnen stärker wahrzunehmen und, wenn wir es wollen, auch zu festigen. So, wie es bei der Wintersonnenwende um die Geburt des Lichtes aus der Dunkelheit geht, kann es in diesen Tagen auch unsere Aufgabe sein, das Licht in uns zu finden und zu nähren.

Das Buch bietet eine gute Einführung und erklärt, was die Raunächte sind, wie sie zustande kommen, was sie bedeuten und es enthält Hintergrundwissen über mystische Gestalten und Überlieferungen aus dem Volksmund. Auch geht es viel darum, wie wir die Besonderheit dieser Tage und Nächte heute wahrnehmen und für uns nutzen können. Es finden sich viele schön gestaltete Anleitungen und Anregungen für Meditationen, Rituale und Achtsamkeitsübungen. Hier allerdings sollte man schon eigene Erfahrung mitbringen, da die Beschreibungen sehr bildlich gehalten sind und Aufforderungen, wie „Folgen Sie […] ihrem Traumkörper“ nicht für jeden ganz einfach zu befolgen sind.

Die Autorin befasst sich ebenfalls mit den Polaritäten dieser Zeit, wie Vergangenheit und Zukunft zum Jahreswechsel oder Dunkelheit und Licht zur Zeit der Wintersonnenwende. Dies alles hält sie in einer lebendigen, berührenden Sprache fest und macht so die Mystik der Raunächte greifbarer. Manchmal geht dies etwas weit und die Grenzen zwischen Sagen und Geschichtlichem oder Symbolik und Wirklichkeit verschwimmen.

Das klar und angenehm zu lesende Buch besticht durch seine schöne Optik. Die Seiten sind mit Mustern, Bildern und Fotos verziert und immer wieder findet man Gedichte und Sprüche zu den jeweiligen Kapiteln und Abschnitten.

 

 

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