„Der Buddha und der Terrorist“ von Satish Kumar

Der Buddha und der Terrorist

Satish Kumar

Gebunden

€ 14,95 inkl. MwSt.
Könntest Du Dir vorstellen, einem Menschen zu vergeben, der Dein Kind getötet hat? Hältst Du es für denkbar, dass sich dieser innerhalb weniger Jahre zu einem guten Menschen gewandelt hat, seine Fehltaten bereut und als buddhistischer Mönch von nun an Anderen hilft? Vor dieser Frage stehen die Bewohner eines Dorfes, als sie von dem ehemaligen Verbrecher besucht werden. Vielleicht liegt das Geheimnis seines Wandels darin, dass Angulimala, so heißt er, dem Buddha begegnet ist. Schon das erste Zusammentreffen fasziniert: Buddha lässt sich von ihm, der eine Kette mit den abgetrennten Fingern aller bereits getöteten Menschen trägt, nicht im Geringsten einschüchtern. Klar, meint er, könne er ihn töten, aber wozu? Und, habe er überhaupt nach den tiefen Gefühlen geforscht, die er beim Töten empfinde? Irgendwie gelingt es dem Meister, mit dem Wilden Freundschaft zu schließen und ihn zu bewegen, durch Einsicht in alte Schmerzen von weiteren Missetaten abzusehen.
Es ist eine der berühmtesten buddhistischen Parabeln, die der bekannte Friedensaktivist Satsh Kumar nacherzählt. Darin hat er bekannte Zitate des Buddha eingeflochten, ebenso wie kluge Überlegungen über Gewaltlosigkeit, Verzeihen, Mitgefühl und den ewigen Wandel allen Seins – typisch buddhistische Themen also. Manchmal wirkt das Ganze etwas konstruiert, aber es ist schön zu lesen und eine gute Anregung über den Umgang mit Gewalt. Tatsächlich inspirierte diese Geschichte diverse Gefängnisprogramme in aller Welt zu Meditationskursen. Sie appelliert daran, stets an das Gute im Menschen zu glauben.

Rezension von Thomas Schmelzer

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