„Der Lebenscode des Universums“ von Rolf Froböse

Der Lebenscode des Universums

Rolf Froböse

Gebunden

€ 14,95 inkl. MwSt.
Eines der spannendsten Themen in der esoterischen Literatur sind Werke, die sich mit der wissenschaftlichen Forschung „übernatürlicher“ Phänomene beschäftigen. Gerne wird dabei die Quantenphysik in Feld geführt, die eine Menge Beweise dafür zu liefern scheint. Auch der Wissenschaftsjournalist Froböse hat sich zur Aufgabe gestellt, dieses breite Themenfeld in einem knappen, gut zu lesenden Buch darzustellen – und das ist ihm nur zum Teil gelungen.

Seine These: Alle Teilchen und Atome waren vor dem Urknall Eins und sind auch seitdem miteinander verbunden – wie auch mit unseren Gedanken. Außerdem wird jedes Leben durch einen Bauplan geleitet, der vor oder während des Urknalls mit entstanden ist – der „Lebenscode des Universums“.

Grundlage der Theorie ist das in der Quantenphysik bekannte Phänomen der Verschränkung, das 2008 in einem Genfer Experiment bestätigt wurde: Ändert ein Teilchen seinen Zustand, verändert sich das andere augenblicklich ebenso – auch wenn es meilenweit entfernt ist.

Im Grunde werden in diesem Buch zwei Themenbereiche zusammengebracht, deren einziger Kitt diese Theorie zu sein scheint. Der erste und letzte Teil besteht überwiegend aus Erlebnissen und Geschichten von Menschen, denen Übernatürliches widerfahren ist – Begegnung mit Verstorbenen, Telepathie, Vorausahnungen und dergleichen. Das ist jetzt nicht unbedingt neu oder einzigartig, zumal die meisten Geschichten aus Zeitungsartikeln und anderen Werken zitiert werden.

Der Mittelteil liefert auf wenigen Seiten einen guten Überblick über die wichtigsten Erkenntnisse der Quantenphysik – unterlegt mit spannenden Zitaten von Pauli, Einstein & Co. – und den neuesten Forschungen dazu, die immer mehr die Richtigkeit der ursprünglich nur mathematisch postulierten Theorien bestätigten.

Ob aber nun der „Lebenscode des Universums“ als Generalerklärung für alle mysteriösen Phänomene unseres Lebens herhalten kann – das ist fraglich. Leider erfährt man im Buch auch nicht, wie nun dieser Bauplan selbst entstanden sein könnte. Trotzdem ist das Ganze kurzweilig und gut zu lesen und liefert eine Menge Stoff zum Nachdenken über Sinn und Ursprung unserer Existenz.

Rezension von Thomas Schmelzer

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