"Sei gut zu dir!" von Christa Spannbauer (Rezension)

Rezension von Martin Frischknecht

Sei gut zu dir!

Christa Spannbauer

Kartoniert

€ 10,00 inkl. MwSt.
Selbstmitgefühl – ein neues Stichwort, wenn nicht gar ein Gebot, macht die Runde: Wir sollen unsere Empathie nicht bloss Mitmenschen zugute kommen lassen, sondern auch uns selbst, auf dass die Güte anderen gegenüber auf soliden Beinen steht. Wie das geht, zeigt auf inspirierende Weise Christa Spannbauer in dem kleinen hübschen Ratgeber «Sei gut zu dir!». Dieses Buch ist ein Schatzkästlein voller kostbarer Anregungen, kurze Besinnungstexte gehen über zu praktischen Anleitungen und Fragen an sich selbst. Müssiggang, Kuscheln und Knuddeln kommen darin vor, aber auch Verletzungen und Trauer. Wer sich von dem Werk anregen lässt zu eigenen Erfahrungen, kann entdecken: Selbstliebe ist kein Gebot der Stunde, es ist die natürliche Grundlage unseres Seins.

Leseprobe aus „Sei gut zu dir“ von Christa Spannbauer:

Sich selbst annehmen 

Das Paradox des modernen Menschen scheint geradezu darin zu bestehen, dass er zwar ständig um sich selbst kreist, aber nicht bei sich ankommt. Dass er geradezu zwanghaft mit sich selbst beschäftigt ist und doch am liebsten jemand anderes wäre. Dass es ihm bei aller Selbstzentrierung an Selbstakzeptanz fehlt. Solange wir aber ein anderer Mensch sein wollen, sind wir weit entfernt von der Selbstliebe. Denn deren Kern ist die Selbstakzeptanz. Die amerikanische Familientherapeutin Virginia Satir fasste die Basis der Selbstliebe in dem einfachen Satz zusammen: «Ich bin ich, nirgendwo gibt es jemanden, der genauso ist wie ich.»

Und doch fällt es uns erstaunlich schwer, uns selbst anzunehmen, so wie wir sind. Dabei wäre unser Leben um vieles leichter, wenn wir genau dies täten: unsere Einzigartigkeit und Unverwechselbarkeit erkennen und uns selbst wichtig nehmen würden. Denn ja, wir sind wichtig! Sehr wichtig sogar! Wir sind der einzige Mensch auf der ganzen Welt, mit dem wir unser ganzes Leben verbringen. Jeden Tag, jede Stunde, jede Minute. Was also spräche dagegen, uns selbst die Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, die wir verdient haben? Wohlwollend mit uns selbst umzugehen, fürsorglich und rücksichtsvoll mit uns zu sein und Nachsicht mit den eigenen Unzulänglichkeiten zu entwickeln?

Die eigene Einzigartigkeit entdecken

Wenn Sie feststellen, dass Sie sich schwer damit tun, sich selbst zu akzeptieren, dann nehmen Sie doch einmal Stift und Papier zur Hand und stellen Sie sich der Frage: Was ist es, das an mir besonders ist? Was zeichnet mich aus? Was habe ich in meinem Leben schon alles erreicht? Worauf kann ich zu Recht stolz sein? Sie können diese Fragen auch Ihrer besten Freundin oder Ihrem besten Freund stellen, wenn Sie selbst keine zufriedenstellenden Antworten finden sollten. Sie werden überrascht sein, wie viele gute Eigenschaften Ihnen andere Menschen attestieren!

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