„Unsere geistige Haut, Die Aura“ von Omraam M. Aivanhov

200

Unsere geistige Haut, Die Aura

Omraam M. Aivanhov

Kartoniert

€ 4,00 inkl. MwSt.
A
Die Aura funktioniert wie die Haut. Man kann sie die Haut der Seele nennen, sie schließt die Seele ein, schützt sie, gibt ihr die Sensibilität. Sie ist es, die die kosmischen Ströme passieren lässt, sie erlaubt den Austausch zwischen der menschlichen Seele und allen Geschöpfen, bis zu den Sternen, zwischen der Seele eines Geschöpfes und der Universalseele.
Omraam Mikhael Aivanhov

Leseprobe

Alles was lebt, Menschen, Tiere, Pflanzen und sogar Steine, sendet kleine Partikelchen aus und erzeugt Ausströmungen, und diese fluidische, subtile Atmosphäre, die alle Dinge umgibt, ist genau das, was man Aura nennt. Gewiß, sie ist nicht sichtbar, außer für Hellseher. Viele Leute wissen nicht einmal, daß es sie gibt. Die Aura ist also eine Art farbiger Lichtring, der jeden Menschen umgibt, nur mit dem Unterschied, daß er bei manchen Menschen groß, weit, strahlend und stark ist, daß er intensive Schwingungen und prächtige Farben besitzt, bei ande-ren dagegen klein, matt, verschwommen und häßlich ist.

Man kann die Aura mit der Haut vergleichen. Ihr wißt, welch wichtige Rolle die Haut für den physischen Körper spielt. Sie hat zahlreiche Funktionen. Zunächst einmal als Schutz, ge-nau wie ein Schild oder Panzer, sie schützt vor Stößen, schädlichen Substanzen, vor unter-schiedlichen Temperaturen usw. Sie hat auch die Funktion des Austausches, denn sie absor-biert, atmet und scheidet aus. Schließlich spielt die Haut die Rolle eines Empfindungsorgans. Über sie fühlen wir Temperatur, Berührung, Schmerz usw. Aber damit möchte ich mich jetzt nicht aufhalten, das ist nicht meine Aufgabe. Wenn ihr mehr darüber wissen wollt, findet ihr Informationen in den Büchern über Anatomie und Physiologie. Was mich interessiert, das ist, einen Vergleich zu ziehen zwischen der Haut und der Aura. Die Aura besitzt dieselben Funk-tionen wie die Haut. Man kann sagen, daß sie die Haut der Seele ist. Sie umhüllt und be-schützt diese, gibt ihr die Sensibilität, und schließlich ist sie es, die es den kosmischen Strö-mungen ermöglicht einzudringen. Sie ist es auch, die den Austausch zwischen der menschli-chen Seele und allen Geschöpfen zuläßt, bis hin zu den Sternen, zwischen der Seele eines Ge-schöpfes und der Universalseele.

Man kann die Aura auch mit der Atmosphäre vergleichen, welche die Erde umgibt. Ja, das ist großartig! Die Erde besitzt einen Schutzvorhang, eine Haut. Diese ist etwas dicker als die unsere, das stimmt, aber sie spielt genau die gleiche Rolle. Dank der Atmosphäre, die sie umgibt, entgeht die Erde zahlreichen Gefahren auf ihrer Bahn durch den Weltraum! Alle Kör-per, die aus dem Weltraum kommen und Katastrophen auslösen könnten, wenn sie bis auf die Erde kämen, müssen zuerst die Schichten der Atmosphäre durchqueren, und dabei werden sie meistens aufgelöst. Die Atmosphäre schützt uns auch noch vor anderen Gefahren, zum Bei-spiel vor bestimmten kosmischen Strahlen, die für uns tödlich wären. Beim Durchqueren der Erdatmosphäre werden sie aber durch deren chemische Elemente neutralisiert.

Durch unsere Aura vollzieht sich also ein ununterbrochener Austausch zwischen uns und den Kräften der Natur. Alle kosmischen, planetarischen und zodiakalen Einflüsse, die sich andauernd in den Raum ergießen, gelangen bis zu uns und, entsprechend der Qualität, der Sensibilität, der Reinheit und der Farben unserer Aura, kommen die einen oder anderen Kräfte bei uns an, oder eben nicht. Die Aura ist also unsere Antenne. Sie ist ein Gerät, das Botschaf-ten, Wellen und Kräfte empfängt, die aus dem Universum zu uns kommen. Nehmt an, es gibt in der Welt gewisse unheilvolle Einflüsse. Wenn ihr eine sehr kräftige, leuchtende Aura habt, können diese Kräfte nicht bis zu eurem Bewußtsein vordringen und euch berühren, erschüt-tern oder euch schaden. Warum? Weil sie zuerst auf eure Aura treffen müssen, bevor sie euch erreichen können. Diese Aura ist eine Schranke, eine Mauer, wenn ihr so wollt, oder wie eine Zollstation an der Grenze. An dieser Zollstation sind Beamte, die niemanden durchlassen, ohne vorher sein Gepäck, sein Auto und alle Taschen durchsucht zu haben. Diese Zöllner handeln außerhalb unseres Bewußtseins, doch sie können uns warnen. Man unterscheidet ver-schiedene Funktionen der Aura, aber in Wirklichkeit sind alle miteinander verbunden: die Empfindungsfähigkeit, der Austausch und der Schutz, das alles funktioniert gleichzeitig.

Welche Faktoren sind es nun, die auf die Bildung der Aura einwirken? Genau die gleichen wie auf die Bildung der Haut. Es gibt grobe, rauhe, trockene Hauttypen und andere, die weich, fein und zart sind. Fast jeder ist in der Lage, mit einem Blick die Qualität einer Haut zu beurteilen. Und wovon hängt diese Qualität ab? Sie hängt ab vom gesamten Organismus, vom guten Funktionieren der körperlichen wie der seelischen Vorgänge. Der Mensch bildet sich seine Haut selbst.

Ja, die Haut offenbart uns vieles. Wenn sie wirklich fein und spirituell ist, bedeutet dies, daß auch der Mensch wirklich spirituell ist, denn niemand kann sich eine Haut bilden, die ihm nicht entspricht. Natürlich bearbeitet der Mensch seine Haut ganz unbewußt, und wenn er wüßte, wie es gemacht wird, könnte er sie sogar verändern. Sicher, das ist sehr schwer, aber es ist möglich und sehr wichtig. Das ganze Schicksal des Menschen hängt von seiner Haut ab, weil sein Austausch mit den anderen Menschen und der Außenwelt von der Haut abhängt. Das sage ich euch, damit ihr darüber nachdenkt. Jede Einzelheit der Haut hat eine Bedeutung. Selbst ihre Beschaffenheit (glatt, geschmeidig, hart, schlaff, welk) spiegelt die wesentlichen Züge und Eigenschaften eines Menschen wider: seine Widerstandskraft, Willenskraft und Aktivität oder im Gegenteil seine Schwäche, Faulheit und Unzulänglichkeit.

Das Schicksal eines Menschen, seine Erfolge und Mißerfolge, sind ablesbar an der Haut. Bereits wenn man jemandem die Hand reicht, um „Guten Tag, wie geht es Ihnen?“ zu sagen, kann man seine wesentlichen Eigenschaften erkennen. Wenn man die Entsprechungen kennen würde, könnte man allein durch einen Händedruck eine genaue Vorstellung der Qualitäten und Schwächen eines jeden Menschen erhalten. Da man sich aber die Hände automatisch reicht, ohne auf etwas zu achten, entdeckt man nichts. Man tauscht einen Händedruck aus, um einen Kontakt herzustellen, um sich mit einer anderen Person auszutauschen, und in diesen Austausch muß man etwas Gutes hineinlegen und der andere ebenso. Wenn dies eine leere Geste bleibt, sollte man sie besser lassen.

Aber kommen wir zurück zur Aura. Wie ich euch vorhin sagte, wird sie von Ausstrahlun-gen gebildet, und nicht allein von Ausstrahlungen des physischen Körpers, denn diese wären nicht ausreichend, um die Aura zu bilden. Die Aura ist etwas Komplexeres, sie ist eine Zu-sammenfassung aller Ausstrahlungen unserer feinstofflichen Körper und jeder dieser Körper fügt durch seine besondere Ausstrahlung neue Nuancen hinzu. Der Ätherleib des Menschen formt eine Aura, die die Aura seines physischen Körpers durchdringt. Diese Aura des physi-schen und ätherischen Körpers läßt seine Gesundheit und Kraft erkennen. Astral- und Mental-körper fügen jener ersten Aura andere Ausstrahlungen und Farben hinzu, je nachdem ob sie aktiv oder unbewegt sind, gute Eigenschaften oder Fehler haben. Sie verraten die Art seiner Gefühle und Gedanken. Und wenn Kausal-, Buddha- und Atmanleib geweckt werden, erwei-tern diese Körper die Aura noch um andere, lichtvollere Farben und mächtigere Schwingun-gen.

Es sind die Ausstrahlungen dieser drei höheren Körper, die den Glorienleib formen, den der heilige Paulus in seinen Briefen erwähnt hat. Ich habe euch oft davon erzählt. Man nennt ihn auch den Leib der Unsterblichkeit, den Lichtkörper oder den Leib Christi. Als Jesus im Augenblick seiner Verklärung auf dem Berg Tabor seinen Jüngern Jakobus und Johannes – in Begleitung von Moses und Elias – erschienen ist, war er so lichtvoll und strahlend, daß sie die-sen Glanz nicht ertragen konnten und mit dem Gesicht auf die Erde fielen. „Sein Gesicht strahlte wie die Sonne“, steht im Evangelium, „seine Kleider wurden weiß wie das Licht.“ Diese Verklärung war eine Manifestation des Glorienleibes.

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