„Yoga: Die Kunst des Wandels“ von Friedel Marksteiner

Yoga

Friedel Marksteiner

Gebunden

€ 19,95 inkl. MwSt.
In vielen Bereichen unseres Lebens herrschen krisenhafte Zustände. Es geht uns so gut wie nie zuvor – und doch haben sich diverse Glaubens-, Wissenschafts- und Wirtschaftsstrukturen so verfestigt, dass die Notwendigkeit eines Wandels zwar von allen bestätigt wird, aber von den Entscheidungsträgern nicht verwirklicht werden kann oder möchte. Wohin geht unser Schiff? Brauchen wir einen „Paradigmenwechsel“, also eine ganz andere Sicht auf unsere Welt, damit eine Veränderung zum Guten möglich wird? Friedel Marksteiner bejaht dies in seinem neuen Buch, dessen Titel schon auf eine mögliche Lösung hinweist: „Yoga – Die Kunst des Wandels“.

Ausführlich stellt der Autor zunächst die verschiedenen Bereiche wie Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft dar und zeigt, welche Veränderungen sich dort andeuten. So beschäftigen sich die Naturwissenschaften zunehmend mit Energien, Bewusstsein und der Erkenntnis, dass alles Leben aus einem geistigen Urgrund, dem „Nullpunktfeld“ zu kommen scheint – eine Sichtweise, die für den Yoga ganz selbstverständlich ist.

Yoga ist für Marksteiner vor allem ein praktischer Entwicklungsweg, der uns eine große Hilfe sein kann, mit globalen Veränderungen gut und geschmeidig umzugehen. Dabei macht der ehemalige EDV-Experte und Unternehmensberater nicht den Fehler, das Heil allein in einem großen, alles umfassenden neuen Weltbild zu sehen – vielmehr bietet er spannende und interessante Vergleiche und Verbindungen an, die sich lohnen, weiterzudenken.

Zunächst beleuchtet Marksteiner einige veraltete Strukturen in Wirtschaft, Bildung und Medizin, wie beispielsweise das aus dem Wirtschaftsdenken übernommene „Steigerungsspiel“, das wir unbewusst in alle möglichen Lebensbereiche übernommen haben: Besser und luxuriöser Leben, Asanas Perfektionieren, schneller erleuchtet werden. Nötig ist ein ethisches Überdenken, wie im Bildungssystem, wo jungen Menschen gelehrt wird, – „…wie man eine Rakete auf den Mond schießt, aber nicht, was es bedeutet, Gefühle oder Verantwortung zu haben, einen Sinn im Leben zu sehen.“

Das „Geistige“ ist es, das in unser Leben mehr integriert werden muss – und das ist das zentrale Ziel des Yoga. Auch in der Quantenphysik ist dies mittlerweile klar erkannt, und doch in den meisten traditionellen Wissenschaften wie der Gehirnforschung nicht gern gesehen. Immer wieder stellt Marksteiner spannende Parallelen fest, wie das 12-dimensionale Modell des verstorbenen Physikers Burkard Heim, das in vielen Punkten dem der Yoga Philosophie gleicht.

Im letzten Teil schließlich kommt der Autor zu seinem eigentlichen Fachgebiet. Nach einer hervorragenden Einführung in das Denken des Yoga und seiner Rezeptionsgeschichte im Westen präsentiert er die Yoga-Sutras des Patanjali – selbst übersetzt in für uns heute gut verständliche Worte. Neben vielen klugen Beobachtungen spürt man auch die Erfahrung eines Praktizierenden. Besonders der Weg des Herzens ist ihm ein Anliegen. Ein ermutigendes Buch mit vielen Informationen und Denkansätzen, die uns helfen, den Wandel zu einer Kunst werden zu lassen…

Rezension von Thomas Schmelzer

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